„Geocaching und Naturschutz“ – auch in RLP ein Schritt in die richtige Richtung

Große Karte auf OSM

Vor einigen Tagen hat in Molsberg eine Veranstaltung stattgefunden, auf der im Rahmen zweier Fachvorträge und anschließender Diskussionsrunde verschiedene Aspekte rund um das Thema „Geocaching und Naturschutz“ beleuchtet werden sollten. Da dieses Event auch auf Geocaching.com gelistet war, waren zahlreiche Geocacher anwesend.

Freundlicher Weise hat koboldine Umweltcacher einen Pressetext zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

 

Veranstaltung vom 18. April 2012
„Geocaching und Naturschutz“
– ein Schritt in die richtige Richtung

Mit dem Thema „Geocaching und Naturschutz“ befasste sich am 18. April 2012 eine Veranstaltung der Will und Liselott Masgeik-Stiftung zu der fast 80 interessierte Teilnehmer nach Molsberg gekommen waren.

Es war die erste Veranstaltung in Rheinland-Pfalz, bei der sowohl Geocacher als auch Nichtgeocacher auf einer Veranstaltung zusammenkamen, um sich über das oft spannungsgeladene Thema zu informieren und zu diskutieren.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den stellvertretenden Vorsitzenden der Masgeik-Stiftung Volker Rudloff wurde das facettenreiche Outdoorspiel Geocaching zunächst durch einen Vortrag von Bernhard Theis, Mitarbeiter der Biwakschachtel in Koblenz vorgestellt. Herr Theis erläuterte die Vorgehensweise beim Geocaching sowohl beim Suchen eines Caches als auch beim selbstständigen Auslegen eines Caches und wies auf die Spielregeln, die so genannten Guidelines der Geocacher hin.

Zum allgemeinen Verständnis wurden die Fachbegriffe der verschiedenen Cachetypen, Cachegrößen oder funktionale Benennungen wie Owner, Reviewer, Muggel oder die Archivierungsmöglichkeit von Geocaches erklärt.

Im Anschluss an den ersten Vortrag beleuchtete Sybille Hennemann die Konfliktfelder, die zwischen dem Geocaching und anderen Interessengruppen wie dem Naturschutz, dem Forst oder der Jagd in der Vergangenheit entstanden waren. Frau Hennemann, die ihre Bachelorarbeit über das Thema verfasst hat, zeigte den enormen Zulauf des Spieles auf, den es seit dem Start im Jahr 2000 in Deutschland zu verzeichnen hat.

Mit der Zunahme von heute über 12.000 Geocaches allein in Rheinland-Pfalz und der flächendeckenden Durchführung des Geocachings kam und kommt es daher vermehrt zu Konflikten.

Im Anschluss an die beiden Vorträge hatten die Zuhörer die Möglichkeit Fragen an sechs weitere Ansprechpartner aus den verschiedenen Interessengruppen zu richten. Die Ansichten der Geocacher wurden durch Wolfgang Duda, Gudrun Gelhard und Gregor Schaab als Groundspeak Reviewer vertreten.

Die Interessen des Forstes wurden von Raimund Ball dem stellvertretenden Forstamtsleiter des Forstamtes Koblenz vertreten. Kurt Schüler, Vorsitzender der Regionalgruppe Nord des Landesjagdverbandes übernahm die Wortführung für die Jägerschaft der Region und Thomas Wolf vom Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht in Mainz vertrat die Naturschutzinteressen.

Im Rahmen der Diskussionsrunde wurde deutlich, dass viele der Geocaches und der danach suchenden Spieler sicher keine negativen Einflüsse auf die Natur haben. Allerdings gibt es demgegenüber eine ausreichend große Anzahl an Geocaches und danach suchenden Spieler, die nicht naturverträglich handeln und oft gegen bestehende Gesetzte verstoßen.

Einige der anwesenden Geocacher verurteilen diese Auslegung des Spieles, allerdings wurde im Rahmen der Veranstaltung ebenfalls deutlich, dass es oft sehr stark gegenläufige Meinungen zu den vielfältigen Fragen rund um das Geocaching gibt. So appelierten z.B. viele der Geocacher auf die Duldung und die Kontaktaufnahme der Grundstückseigentümer, wenn auf Ihrem Grund ein Geocache versteckt wurde, während die Gegenseite sich auf das Eigentumsrecht bezog, das besagt, dass der Eigentümer einer Installation des Geocaches zuwilligen müsste.

Zum Ende der Veranstaltung bedankte sich der Moderator der Veranstaltung Philipp Schiefenhövel, Naturschutzreferent der Masgeik-Stiftung bei allen die gekommen waren. Auch wenn einige der brisanten Konfliktfelder an diesem Abend nicht ausführlich zur Sprache kamen, so waren sich alle Beteiligten einig, dass die Veranstaltung ein Schritt in die richtige Richtung war.

Umweltcacher bedankt sich bei koboldine für die Bereitstellung des Pressetextes zu der Veranstaltung.

Veranstalter war die Will & Liselott Masgeik-Stiftung für Natur- und Landschaftsschutz

4 Gedanken zu “„Geocaching und Naturschutz“ – auch in RLP ein Schritt in die richtige Richtung

  1. Ich war selbst dabei und muss sagen, der obige Text gibt die Veranstaltung insgesamt gut und ausgewogen wieder. Das hätte ich im Nachgang auch gerne in der heimischen Presse gelesen, schließlich wurde die Podiumsdiskussion auch groß angekündigt.

  2. Ich hatte über dieses Treffen in meinem Blog auch schon mehrfach berichtet. Sicherlich ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Trotzdem fühlten sich einige auf dem Treffen anwesende Geocacher unverstanden. Schauen wir mal, wie es weitergeht.

    Viele Grüße aus Hessen! Jörg

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>