Wildruhezonen auf OpenStreetMap-Karten (OSM)

Das Geocaching-Handbuch arbeitet seit April 2011 mit der lokalen Jägerschaft zusammen, um die vom Wild als Rückzugsgebiet genutzten Flächen auf den von Geocachern viel genutzten OpenStreetMap-Karte mit zu erfassen und diese dort als Wildruhezonen anzeigen zu lassen.Bei den vereinbarten und auf OSM merkierten Zonen handelt es sich nicht um amtlich ausgewiesene und damit rechtsverbindlich gesperrte Gebiete, wie sie nach dem Landesjagdgesetz vorgesehen sind, sondern es handelt sich um flexible Absprachen mit den lokalen Jagdausübungsberechtigten, die in der Karte dargestellt werden und z.T. auch von Reviewern bei der Veröffentlichung neuer Caches respektiert werden.

Im Gegensatz zu amtlich ausgewiesenen Ruhezonenen hat der Jäger bei einer solchen Absprache nur einen geringen administrativen Aufwand und es kann schnell und flexibel reagiert werden, sollte das Wild seine bevorzugten Rückzugsgebiete verlagern.

Große Karte auf OSM

Sobald Änderungen in der Karte vorgenommen worden sind, vergehen nur wenige Stunden, bis dass diese in der Online-Karte berücksichtigt sind und damit bereits auf vielen Endgeräten, wie z.B. Smartphones, online zur Verfügung stehen.

Je nach bevorzugter Kartenquelle fließen diese Änderungen innerhalb weniger Tage auch in die Angebote der verschiedenen OSM-Kartendienste ein und stehen damit für die Updates des Kartenmaterials der GPS-Geräte bereit.

OpenStreetMap (OSM) ist eine freie Karte, welche nach dem Wikipedia-Prinzip funktioniert. Jeder kann mitmachen und die Karte mit weiterentwickeln.

Update: 19:02.2012 19:30 Uhr:
Die Wildruhezonen waren als militärische Sperrgebiete auf der Karte eingetragen, was zwar den Vorteil hat, dass diese in den gängigen Karten dargestellt werden, aber sachlich falsch ist. Dies wurde in aller Ausführlichkeit im OSM-Forum dargestellt.
Die abgesprochenen Wildruhezonen wurden jetzt mit den Tags “boundary=protected_area; protect_class=14; protection_title=Wildruhezone” eingetragen, sind also in den Daten von OpenStreetmap vorhanden, werden aber nicht mehr von den gängigen Renderern dargestellt. Darüber hinaus ist man im OSM-Forum nicht in der Lage verlässlich darauf zu Antworten, ob dieses Tag richtig ist, oder ob er nochmals geändert werden muss.
Daher macht eine weitere Verfolgung, wie z.B. Kontaktaufnahme mit den größeren Renderern, etc., zu diesem Thema zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn.

Fakt ist, dass man in der OpenStreetMap-Community zwar Verständnis für das Anliegen hatte und auch die Sinnhaftigkeit erkannt hat, aber keine Lösungswege aufzeigen konnte. Daher kann dieser Beitrag nicht mehr in unserer Positivliste weitergeführt werden.

 

 

 

 

10 Gedanken zu “Wildruhezonen auf OpenStreetMap-Karten (OSM)

  1. “Darüber hinaus ist man im OSM-Forum nicht in der Lage verlässlich darauf zu Antworten, ob dieses Tag richtig ist, oder ob er nochmals geändert werden muss.”
    Da muss nichts mehr geändert werden.
    Die Frage war, ob der jetzt verwendete Tag nur für offizielle Zonen oder auch für inoffizielle Zonen sinnvoll ist und welchen Zweck diese Wildruhezonen eigentlich haben: Dienen diese letztendlich nur zur Erleichterung der Jagd oder sollen diese wirklich das Wild schützen?

    “Fakt ist, dass man in der OpenStreetMap-Community zwar Verständnis für das Anliegen hatte und auch die Sinnhaftigkeit erkannt hat, aber keine Lösungswege aufzeigen konnte.”
    Bei OSM ist es so, dass es niemanden gibt, der von oben herab entscheidet, welche Tags eingeführt werden, das darf bei uns jeder, auch du!
    Wir sind eine Do-ocracy, siehe:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Do-ocracy

    Jeder darf bei OSM also neue Tags erfinden!
    Oft ist es jedoch sinnvoll, zuvor über den neuen Tag zu diskutieren und diesen zur Abstimmung zu stellen, wie das funktioniert, steht hier:
    http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Proposed_features

    • Es der seitens einiger OSM’ler ins Spiel gebrachte Tag wurde im Forum durchaus auch kontrovers diskutiert, ohne zu einem gemensamen Ergebnis zu kommen, daher macht eine weitere Verfolgung des Themas ohne verlässliche Vereinbarung zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn.

  2. Kaum fällt einem ein Fehler auf, und die üblichen Verdächtigen reiten drauf rum. Dieser Fehler war die ganze Zeit da, ein mikriger Fehler, welcher innerhalb von ein und halb Minuten beseitigt ist.
    Es wir drauf rumgeritten, egal was es ist, hauptsache man drückt jemanden eine rein.

    ARMSELIG IST DAS…. fahrt zur grünen hölle…zum mo… (die betroffenen wissen wer gemeint ist)

  3. Also ich habe das Gefühl das die Mehrzahl der Cacher gar nicht zu einer Kooperation bereit ist! Wenn ich Dinge lese wie: “…Das Schild signalisiert nur, dass es hier einen Jäger gibt der möglicherweise aggressiv auf Fußgänger, Reiter oder Radfahrer reagiert die seinen Ansitz stören…” oder “…nur damit es schön rot schraffiert auf der Karte ausschaut, das ist Vandalismus…” Da fällt mir nichts mehr ein. Anstatt es zu ändern oder konstruktive Tipps zu geben um es zu optimieren habe ich in der Vielzahl der Notes nicht wirklich etwas gefunden. Die üblichen Verdächtigen haben sich natürlich wieder ausgelassen. Ein Fehler? Prima da hau ich auch noch rein! Das Ding existiert nun schon lange und wird regional gerne genutzt. Ich gehe deshalb davon aus das es verbessert oder komplett entfernt wird. Aber was machen dann die ganzen Nörgler??? Eine optimale Option wäre natürlich wenn wir das Gebiet über das Lising der entsprechenden Caches mit Wegpunkten regeln. Dann haben wir regional unsere Ruhe und ihr könnt machen was ihr wollt…

    • Im OSM-Forum sind Mapper und keine Cacher (natürlich kann man auch beides sein). Darum ist man nicht begeistert, wenn in der Datenbank falsch herumeditiert wird, damit ein Renderer (es gibt mehrere und man kann mit den Daten auch seine eigene Karte erstellen) ein Gebiet irgendwie dargestellt wird.

  4. Leider sind aktuell die Wildruhezonen aus der KArte verschwunden. Diese waren als Militärische Sperrgebiete klassifiziert, was natürlich sachlich falsch ist. Derzeit wird im OSM-Forum darüber diskutiert, wie es richtig in die Karte einzutragen wäre.

  5. Im OSM-Forum wird bereits konstruktiv über eine Lösung nachgedacht, wie solche Gebiete gekennzeichnet werden können. Das Problem mit den falschen Tags und der falschen Verwendung war so sicherlich einigen noch nicht bewußt.

    http://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?pid=221106

    @-jha-: Das Geocacher keine Verkehrsschilder umbauen, damit sie besser zu einem Cache passen, würde ich so inzwischen wohl nicht mehr unterschreiben.

  6. Alles schön und gut. Nur bei OpenStreetMap sehen wir solche Falscheinträge nicht besonders gerne. Wenn ihr diese “Wildruhezonen” schon eintragen wollt, dann bitte mit passenden Tags. Sie als Militärgelände (landuse=military) auszuweisen, wie bisher stets geschehen, ist falsch und unerwünscht. Wir nennen das “Tagging für den Renderer”.
    Aktuelle Diskussion zum Thema: http://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?pid=221067

  7. Wie ich finde eine gute, vernünftige Sache die auch den Jägern zeigt, dass der größte Teil der Geocacher keine Umweltvandalen sind. Leider ist das ganze aber noch lokal beschränkt!? Nachahmenswert!

    Viele Grüße aus Limburg, JoergTh

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