Was ist Geocaching?

Geocaching setzt sich zusammen aus Geo (Erde) und Cache (Versteck oder geheimes Lager). Es ist eine Art elektronische Schnitzeljagt, bei der geografische Koordinaten mit Hilfe eines GPS-Empfängers aufgesucht werden. Dort ist meist ein Geocache versteckt. (Ausnahmen s.u.)

Ein Geocache ist i.d.R. ein wasserdichtes Behältnis, das ein Logbuch, sowie häufig Tauschgegenstände beinhaltet. Das Logbuch dient -vergleichbar mit einem Gipfelbuch- als eine Art „Gästebuch“, in dem die Finder des Geocaches eintragen können. Die Varianten gehen hier von den winzigen, weniger als 1 cm großen, Nano-Caches, über versteckten Filmdosen mit Zetteln, über Brotdosen und ausgedienten Munitionskisten bis hin zu großen wasserdichten Transportkisten. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Dieses Ziel der Schnitzeljagt wird durch einem „Owner“ angelegt, der diesen Geocache in der Folgezeit auch weiter betreut. Er trägt die Koordinaten des Verstecks in einer der Geocaching-Datenbanken (meist Geocaching.com oder Opencaching.de) ein, damit es von anderen Geocachern gefunden werden kann.

Diesen Plattformen bilden einen zentralen Bestandteil des Geocachens. Der Owner trägt die Informationen, wo ein Geocache zu finden ist, dort ein. Der suchende Part erhält dort die Informationen, wo ein Cache versteckt ist. Nach dem ein Cache gefunden wurde, kann dort in einem Online-Log ein Eintrag verfasst werden, in dem das Cache-Erlebnis beschrieben werden kann.

Dieses Vorgehen, bei dem der Cache-Behälter genau an den in der Datenbank eingetragenen Koordinaten liegt nennt man Traditional Cache. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an weiteren Spielvarianten.

Cache-Typen

Grundsätzliche Spielvarianten lassen sich an Hand der verwendeten Symbole auf den Karten der Geocaching-Plattformen erkennen.

Traditional-Cache

Der Traditional ist der häufigste Cache-Typ. Das Versteck liegt genau an den Koordinaten, welche in der Beschreibung (Listing) angegeben sind. In der Beschreibung können weitere Informationen zu dem Ort an dem der Cache versteckt ist stehen.

Multi-Cache

Bei einem Multi-Cache ist der genaue Ort des Verstecks zu Beginn nicht bekannt. Unterwegs müssen verschiedene Aufgaben „Stages“ gelöst werden, die einem dem „Final“, dem Versteck des Geocaches näher bringen. Die Stages können völlig unterschiedlicher Natur sein.

Diese Aufgaben können vielfältiger Natur sein, von versteckten Zetteln mit Koordinaten oder Hinweisen, Rätseln, kleinen Knobelleien. Manchmal werden vorhandene Informationen, wie z.B. Hinweisschilder o.ä. mit in das Spiel einbezogen, indem dort vorhandene Informationen gedeutet werden müssen. Auf Grund der anzulaufenden Stationen kann ein Multi-Cache zu einer Art geführten Wanderung werden und je nach gestellten Aufgaben auf Besonderheiten in der Umgebung Hinweisen oder sich mit der Geschichte eines Ortes auseinandersetzen.

Als eine Sonderform des Multicaches kann der Nachtcache sein, bei der Mittels nur bei Nacht auffindbarer Stationen ein besonderes Cache-Erlebnis bereitet wird. Auch hier gibt es unzählige Varianten, von Reflektoren über blinkende LED’s und Reaktivlichter, wie Hinweise auf das Final versteckt werden können.

Mystery-Cache

Für einen Mystery-Cache (je nach Plattform aber auch Puzzle-Cache oder Rätsel-Cache) muss zunächst ein Rätsel gelöst werden,bevor mit der Suche begonnen werden kann. Um den Spielspaß zu erhalten, sind die Symbole relativ willkürlich auf der Karte platziert. Ein gewisser Raumbezug muss jedoch erhalten bleiben, so dass der Punkt, an dem die Suche vor Ort beginnt innerhalb von ca. 3 Km um die Koordinaten des Listings liegen müssen.

Caches ohne realen Cachebehälter

Die oben genannten Geocaches setzen voraus, dass vor Ort ein Cache-Behälter mit Logbuch versteckt ist. Es gibt jedoch auch Varianten, bei denen kein physikalischer Cache nötig ist.

Earth-Caches

Earth-Caches befinden sich an Orten mit geologischem Interesse. Dies können beispielsweise besondere Felsformationen sein. Vor Ort müssen bestimmte Aufgaben erfüllt werden, die sich nur dort erfüllen lassen, z.b. einen Findling vermessen oder Informationen auf einer Hinweistafel ermitteln. Die Lösungen müssen vom Cacheowner bestätigt werden, bevor ein Online-Log erfolgen darf.

Es gibt noch weitere Cache-Typen, auf die an dieser Stelle auf Grund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht eingegangen wird. Weiter Informationen dazu gibt es z.B. hier.