Anfang des Monats berichtete Geocaching Münsterland über den Cache Waterworld. Gerade erst veröffentlicht, traf ein Team auf einen offensichtlich verärgerten Landwirt, der sich an einer Station des Caches störte. Im Gebiet dieser Station hat der Landwirt bereits mit Mountainbikern zu kämpfen, die dort in einer Wildruhezone unterwegs sind, und nun sieht er Geocacher noch als zusätzliche Störenfried.
Schnelle Reaktion des Owners
Der Owner des Caches reagierte schnell, deaktivierte vorrübergehend das Listing und traf sich mit dem betroffenen Landwirt, dem Jagdpächter und dem zuständigen Revierföster.
An dieser Stelle möchte ich die Note von taurus67 einfügen, der sein ausdrückliches Einverständnis dazu gegeben hat:
„So, ich konnte die Probleme heute Nachmittag klären und beheben! Zuerst habe ich den Landwirt besucht, der gestern offensichtlich Schwierigkeiten mit der allgemeinen Umgangsform unter Menschen hatte. Heute war er besser drauf! Dazu gesellte sich der Jagdpächter des Gebietes und es ergab sich ein gutes und konstruktives Gespräch. Knackpunkt ist, dass Station 9 in einer Wildruhezone liegt, auch wenn durch diese ein Weg hindurch geht. Mit der Funktion der Station 9 konnte ich aber das Interesse der beiden Männer dafür wecken, was für seltsame aber friedliche Dinge diese Geocacher in Wäldern veranstalten. Der Jagdpächter fuhr anschließend mit mir zum zuständigen Revierförster. Dort haben wir gemeinsam über einer Flurkarte gebrütet, um nach einem für alle einvernehmlichen Cacheverlauf zu suchen. Es ging dabei nicht um Jäger gegen Cacher sondern darum, eine wirklich faire Lösung zu finden, um den Cache bestehen zu lassen. Gegen Abend setzte sich der Förster, er hatte bereits eigentlich Feierabend, mit mir in seinen Jeep und wir gondelten den kompletten Cache ab, um Alternativplätze für Stationen auszumachen. Nebenbei zeigte ich ihm, was es in Waterworld alles zu machen gibt. Jetzt sind Cacher keine komischen Leute mehr für ihn, sondern (glaube ich) saukomische. Aber er war vollkommen angetan vom Cachen und die Sache geht absolut in Ordnung. Bis auf die Wildruhezone im Wald fand er es aber auch so Ok. Ich dagegen darf meine Meinung gegenüber Försten und Jägern etwas überdenken…
schön wenn man auch einmal solche Leute kennenlernt!
Es gibt nun von allen Seiten grünes Licht, ich muß allerdings die betroffenen Stationen um die Wildruhezone umherführen. Das wird ein paar Tage dauern!
Bis bald in Waterworld … Taurus67“
In diesem Fall konnte der Owner mit einer faszinierenden Station das Interesse der Betroffenen wecken. So konnte er erreichen, dass der Cache nun das Attribut „Der Cache ist vom Jagdpächter und Förster genehmigt. Damit das so bleibt, ist es erforderlich, dass ihr euch wie Gäste im Wald verhaltet!“ tragen darf.
Besser im Vorfeld miteinander sprechen
Mit gegenseitigem Verständnis kann man meist eine für alle Seiten befriedigende Lösung finden. Wird man jedoch von Anfang an als Störenfried wahrgenommen, ist die Ausgangslage denkbar schlecht, oftmals wird es einfacher sein, den gegenseitigen Austausch im Vorfeld zu suchen, bevor es Probleme gibt.
Reden hilft! Wieder ein Beweis dafür… ich finde es klasse wie hier Owner, Jagdpächter und Bauer aufeinander zu gegangen sind! Mögen sich alle Cachebesucher genauso vernünftig verhalten!
Gruß aus Hessen!
Jörg