Am 18.11.2012 hat in Eschweiler die ART 2012 – Am runden Tisch in der Städteregion Aachen stattgefunden. Die Organisatoren hatten sich die Geocaching Konferenz in Schwerte zum Vorbild genommen und haben den dort begonnenen Dialog regional umgesetzt.
Neben Reviewern von Grounspeak standen Ansprechpartner vom NaBu Aachen, der unteren Landschaftsbehörde Aachen, der Kreisjägerschaft Aachen Stadt und Land e.V, der Naturfreunde Ortsgruppe Eschweiler und der Biologischen Station StädteRegion Aachen e.V. am sprichwörtlichen runden Tisch zum Smalltalk rund ums Geocachen und für fachliche Informationen bereit.
Nach einer kurzen Auftaktrede waren die Besucher eingeladen, an verschiedenen Workshops teilzunehmen.
Diverse Angebote
Neben einer geführten Segway-Tour (diese Fahrzeuge standen auch zwischendurch zum unverbindlichen Testen bereit), gab es eine Veranstaltung zum Thema „Cachen mit Mobiltelefonen…“ von Kuhwaidi vom Podcast Geocaching Münsterland.
Besonders gefragt war die Waldführung mit Revierförsterin Susanne Godhe, die auf besonders sensibele Bereiche aufmerksam machte. Während dieser Tour wurde sie vor Ort seitens des Owners zu einem Cache direkt befragt, welcher umgehend Konsequenzen daraus zog. Darüber wird Umweltcacher in den nächsten Tagen separat berichten.
Umweltcacher – Workshop
Unter dem Motto “Geocaching, Jagd, Forst und Naturschutz – Ein Spannungsfeld?“ wurde diskutiert welche Probleme wir als Geocacher in den Wald tragen, welche Ansprüche aus Sicht von Jagd, Forst und Naturschutz an uns als Waldnutzer gestellt werden und wie wir diesen gerecht werden können.
Besonders interessant wurde es, als ein Teilnehmer konkrete Beispiele für zwei unter Naturschutzgesichtspunkten nicht optimal gelegte Geocaches präsentierte, welche zu einer Diskussion führten, wie man bestmöglich reagiert hätte. Dabei zeigten sich, dass ein couragiertes Handeln und auch ein kritisches Loggen leider noch nicht selbstverständlich sind, da man oft mit Gegenwind aus der „Community“ zu rechnen hat.
Die Präsentation zu dem Workshop findet Ihr hier.
Podiumsdiskussion
Zentrales Highlight war neben den Workshops und den „Round Tables“ war die Podiumsdiskussion, bei der sich neben einem Reviewer auch Vertreter des NABU, der unteren Landschaftsbehörde und der Kreisjägerschaft den Fragen und Anmerkungen des Publikums stellten.
Es wurde wieder einmal von allen Ansprechpartnern deutlich, dass man prinzipiell nichts gegen unser Hobby hat, solange man sich an einige Spielregeln hält. Dazu gehört auch, als Owner eines Caches vor dem Auslegen den Dialog zu suchen und eine Genehmigung einzuholen. Viele „Offizielle“ zeigen sich bei weitem nicht so verschlossen, wie oftmals angenommen wird.
Leider zeigten einzelne Stimmen aus dem Zuschauerraum auch, dass es bei einigen sicher noch Potential gibt, sich in Sachen Respekt vor dem Eigentum anderer bzw. auch vor Natur und Umwelt weiter zu entwickeln.
Weiterführende Links
- just4funAC – der Veranstalter – hat zwei Artikel dazu bei sich im Blog geschrieben (1,2) dort findet Ihr auch Kontaktinformationen
- AN-Online berichtete
- Geocaching Münsterland, der Podcast hat in der Folge 31 über die ART 2012 berichtet
Als Abschluss noch ein kleines Video von Mr. Cache:
Was waren die [besonders sensiblen Bereiche]? Und lassen sich diese auf andere Forste übertragen?
[ welche Probleme wir als Geocacher in den Wald tragen, welche Ansprüche aus Sicht von Jagd, Forst und Naturschutz an uns als Waldnutzer gestellt werden und wie wir diesen gerecht werden können.]
Und…?
[dass man prinzipiell nichts gegen unser Hobby hat, solange man sich an einige Spielregeln hält]
Und welche Spielregeln sind das?
[Dazu gehört auch, als Owner eines Caches vor dem Auslegen den Dialog zu suchen und eine Genehmigung einzuholen.]
Bei wem? Wer ist bei den Behörden verantwortlich, und vor allem auch informiert?
Leider gewinnt man hier wieder ein bisschen das Gefühl, dass wenn man nicht dabei war, dann hat man eben Pech gehabt…